Botox gegen Zähneknirschen (Bruxismus)
Beim Wort Botox kommt einem sofort die Faltenbehandlung in den Sinn.
Beim Wort Botox kommt einem sofort die Faltenbehandlung in den Sinn. Dabei hat Botox noch viele andere Anwendungsgebiete, wie etwa die Behandlung krampfender Muskeln. So kann Botox sehr erfolgreich gegen Zähneknirschen und vergrößerte Kiefermuskel eingesetzt werden.
Schmerzen im Kiefer behandeln
Der Kiefermuskel (M. Masseter) ist ein besonders starker Muskel in unserem Körper, der leicht auf psychische Belastung reagiert. Wir spannen unser Kiefer an, verkrampfen und knirschen in der Nacht mit den Zähnen. Medizinisch wird diese wiederholte aktivieren des Kaumuskels durch Pressen und/oder Knirschen als Bruxismus bezeichnet. Betroffene klagen über Schmerzen im Kiefer und eine dauerhafte verkrampfte und angespannte Kiefermuskulatur. Vom Zahnarzt bekommt man zum Schutz der Zähne eine speziell angefertigte Knirscher-Schiene, die die Zähne beim nächtlichen Knirschen schützt. Gegen die Krämpfe, die oft unter psychischer Belastung auftreten, hilft diese Therapie allerdings nur wenig.
Masseter Botox als Lösung
Der unwillkürlich angespannte Kiefermuskel wächst durch die ständige Belastung und kann dadurch auch zu einem ästhetischen Problem führen. Oft sehen Betroffene, dass ihr Gesicht durch den vergrößerten Muskel breiter und kantiger wirkt. Außerdem sind Schmerzen im Kiefer, Zahnschäden, Kopfschmerzen und Ohrensausen häufige Folgen des Bruxismus. Botox eignet sich optimal als Therapie, um das Zähneknirschen und die damit verbundenen Probleme zu beseitigen.
Durch eine direkt in den Kaumuskel gesetzte Botox Injektion kann die Ursache der Probleme an der Wurzel gepackt und beseitigt werden. Die Muskelaktivität wird geschwächt und der Muskel wird über den Zeitraum von einigen Wochen kleiner und entspannter werden. Ein total neues Lebensgefühl für PatientInnen, die schon lange unter Bruxismus leiden. Die Behandlung ist relativ schmerzarm und wird in der Regel etwa alle 4 Monate aufgefrischt.